Verhalten nach Operation

Verhaltensregeln nach einem operativen Eingriff
Nach operativen Eingriffen im Mund- Kiefer- und Gesichtsbereich können Beschwerden wie Schwellungen, akute Schmerzen, Entzündungen, Schluckbeschwerden oder Hämatome auftreten. Damit eventuell auftretende Beschwerden schneller abklingen und die durch die Operation entstandenen Wunden schneller heilen können, sind folgende Verhaltensregeln wichtig:

Zur Verringerung der Schwellung sollte das Wundgebiet in den ersten drei Tagen gekühlt werden. Dabei halten sie das Wundgebiet bitte nur angenehm frisch (extreme Kühlung kann auch in einer Pause zur vermehrten Durchblutung, Schwellung und Blutung führen). Geeignet sind hierzu in ein feuchtes Tuch gewickelte Coolpacks. Direkter Hautkontakt mit dem Coolpack ist zu vermeiden.
Solange eine Schwellung besteht, sollten Sie Sport sowie körperliche Anstrengungen jeder Art vermeiden und nicht in die Sauna oder in die Sonne gehen.

Nach dem Eingriff und während der Wundheilung bitte möglichst nicht rauchen und bedenken sie beim Alkoholkonsum bitte, dass Wechselwirkungen mit den Medikamenten bestehen können!
Aufputschende Getränke mit Koffein (Kaffee, Schwarztee, Energy-drinks), sollten Sie in der ersten Woche vermeiden.

So lange die Lokalanästhesie noch nicht komplett nachgelassen hat, bitte nur vorsichtig essen, da Sie sonst Gefahr laufen, sich selbst auf die Lippe oder in die Wange zu beißen. Nehmen Sie eher weiche Kost zu sich und schonen Sie bitte beim Kauen die Wunde, indem Sie zum Beispiel besonders harte Nahrung meiden. Speisen, die krümelige Bestandteile haben, sollten vorerst nicht verzehrt werden, da die Krümel in die Wunde geraten und zur Entzündung führen können.

Wurden Ihnen Medikamente (Schmerzmittel oder Antibiotika) verordnet, halten Sie sich bitte an die Angaben Ihres Arztes. Beachten Sie auch, dass Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (z.B. ASS/Aspirin) das Blut verdünnen und so zu einer Nachblutung führen können. Diese Medikamente sollten Sie ausschließlich nach Absprache mit Ihrem Arzt einnehmen.

Nach dem Abklingen der Spritzenwirkung sind Schmerzen möglich und noch kein Grund zur Besorgnis. Sie sollten die verschriebenen Schmerztabletten wie von uns individuell empfohlen einnehmen. Treten allerdings stärkere Schmerzen oder eine Schwellungszunahme erst nach 3 Tagen auf, setzen Sie sich bitte schnellstmöglich mit uns in Verbindung, um einen kurzfristigen Kontrolltermin zu vereinbaren.

Häufiges Spülen und Saugen an der Wunde schadet und sollte vermieden werden. Spülen Sie zunächst nur nach den Mahlzeiten leicht mit wenig Kraft mit der empfohlenen Spüllösung, Kamille, Salbei oder mit Wasser.

Die Zahnpflege sollte selbstverständlich sorgfältig weiterbetrieben werden. Den unmittelbaren Wundbereich jedoch eher vorsichtig reinigen. Die Wunde möglichst wenig berühren.
Sollte wider Erwarten eine Nachblutung auftreten, so nehmen Sie eine Kompresse aus dem Erste-Hilfe-Paket, machen einen Knoten hinein, schneiden die Reste ab und legen den walnussgroßen Tupfer auf die Wunde. Beißen Sie so zu, dass der Knoten auf die Wunde gedrückt wird. Wenn die Blutung nach 30 Minuten bis einer Stunde nicht zum Stillstand gekommen ist, setzen Sie sich bitte mit der Praxis bzw. notfalls mit meiner Notfallnummer 0157 8951 4538 in Verbindung. Wenn die Praxis und das Handy nicht erreichbar sein sollten, melden Sie sich bei dem zahnärztlichen Notdienst. Bitte keinesfalls ständig spülen oder fortgesetzt ausspucken, dies kann die Blutung wieder einsetzen lassen, verstärken und zu Wundheilungsstörungen führen!

Bedenken Sie, dass Ihre Fahrtüchtigkeit herabgesetzt sein kann, insbesondere wenn Sie zusätzlich Medikamente eingenommen haben.

Wurde ein Tupfer auf die frische Wunde gelegt, sollten Sie ihn durch Aufbeißen festhalten und nach ungefähr 30 min. ausspucken.
Berücksichtigen Sie die genannten Verhaltensmaßnahmen, können Sie die eventuell auftretenden Operationsfolgen vermindern oder sogar vermeiden. Die Wundheilung kann so optimal verlaufen und Sie können bald wieder mit Genuss essen.